Trockendock mit Putzerstation

An vielen Orten in der Stadt befinden sich Vogeltränken, eine Art Waschstationen für Vögel. Nachdem die Vögel ihr Gefieder gebadet haben, geht es für die meisten erst einmal auf da sogenannte Trockendock. Das ist ein Gestänge mit mehreren Etagen, welches oft auf Hausdächern installiert ist. Die Trockendocks wurden aus mehreren Gründen so hoch aufgebaut: Beispielsweise, um sie besser vor Katzen schützen zu können. Denn Katzen jagen gerne Vögel. Man hat allerdings nicht daran gedacht, dass tagsüber, wenn die Vögel auf dem Trockendock sind, die Katzen eigentlich schlafen (aber das ist eine andere Geschichte). Zum anderen ist es auch praktisch für sie, das Trockendock so weit in der Höhe zu haben. Es gibt dort ist kaum Schatten (von anderen Häusern oder Bäumen) und die Vögel können beim Fliegen leicht freie Putzerstationen finden und anfliegen. Auch sehen sie ganz schnell, ob eine Station gerade besetzt ist. Dann fliegen sie noch eine Warteschleife und müssen nicht lange warten.

Das Trockendock hat eine ähnliche Funktion wie die Wäschespinne. Die kennt ihr vielleicht aus dem Garten: Der Wind pustet all das, was getrocknet werden muß von überall her gut durch und das, was vorher nass war, ist ruckzuck getrocknet. So sitzt also auch der Vogel eine Weile auf der Stange, bis seine Federn wieder trocken sind. Manche unterhalten sich währenddessen auch mit ihren Artgenossen oder genießen einfach nur den Sonnenschein.

Anschließend fliegt der Vogel weiter zu Putzerstation. Das sind meist silbrig glänzende Säulen (wie Spiegel beim Friseur). An den spiegelnden Flächen betrachten sich die Vögel in Ruhe und machen sich schön – putzen sich weiter heraus (daher kommt auch der Name). Es stimmt nämlich nicht, dass nur Elstern glänzende Dinge und ihr Spiegelbild mögen, Tauben finden das auch toll! Der Vogel links auf dem Bild hat das noch vor sich: Er ist gerade aus der Vogeltränke gekommen und wartet gerade auf einen freien Platz auf dem Trockendock.

Bild und Text: Naemi Reymann, Gestalterin aus Düsseldorf

Die Autorin/Der Autor empfiehlt ihre/seine Geschichte für Kinder von 7-10.

Erstellt am Dienstag, 11.10.2011


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